Lehre

Unterrichtete Kurse an der WWU (2015 – 2020)

Ich lehre 9 SWS im Semester und vertrete in unserem Fachmaster in Eigenregie die Bereiche Medienlinguistik und Politolinguistik. Da wir am Germanistischen Institut keine Professur in diesem Bereich haben, kommt dem eine besondere Verantwortung zu (z.B. Vorlesung „Einführung in die Medienlinguistik“).

Meine thematischen Schwerpunkte liegen in der Pragmatik, linguistischen KI-Forschung (Sprachtechnologie und Technologiekritik), Internetlinguistik, Sprache und Identität, Nachrichtenkommunikation („Fakenews“-Diskurs). Mit gleichem Engagement lehre ich diese Themen in unseren niveauvollen, intensiven Masterseminaren mit je ca. 20 Studierenden, wie in den BA Grundlagen-kursen (dann auch Syntax und Morphologie) mit 30-40 Studierenden.

Veranstaltungen im Wintersemester 2020 / 21 (mit Kommentar)

Vorlesung Mediatisierung (Master-Vorlesung)

Blended-Learning-Kurs

Der Begriff der Mediatisierung ist so vielfältig definiert wie umstritten. In einer vollständig mediatisierten Welt können wir medial vermittelten Inhalten nicht mehr entkommen. Daher ist eine Sensibilisierung für mediale Filtereffekte, veränderte Kommunikationswege und deren sprachliche Effekte wichtiger denn je. Die Vorlesung thematisiert die digitale Revolution aus mikro-diachroner Perspektive und führt in die Grundlagen der Medienlinguistik ein. Dabei werden sowohl traditionelle als auch neue Medien hinsichtlich ihrer kommunikativen Implikationen vorgestellt. Ein wichtiger Fokus liegt auf den Methoden der Medienanalyse. So sollen quantitative und qualitative Verfahren der Diskursanalyse sowie der Korpuslinguistik anhand von konkreten medienlinguistischen Fragestellungen auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft werden.

Politische Diskurse Online (Master-Seminar)

Blended-Learning-Kurs

In der Medienlinguistik unterziehen wir sogenannte „Fakenews“ oder tendenziöse öffentliche Diskurse einer kritischen Prüfung mithilfe von sprachwissenschaftlichen Mitteln. Wir analysieren zum Beispiel Pressetexte nach streng objektiven Kriterien hinsichtlich ihrer logischen Kohärenz und hinsichtlich ihrer Korrespondenz zu empirisch überprüfbaren Fakten. In dieser objektiven und widerspruchsfreien Herangehensweise liegt der Wert des wissenschaftlichen Zugangs zu Medieninhalten, was vor allem in Zeiten von Corona eine existenzelle Relevanz bekommt. Denn im Zeitalter von interaktiven Kommunikationsformen wie Social Media beobachten wir die Tendenz zur Verschiebung der Argumentationsmuster von der Sachebene hin zu subjektiven Meinungen – zunehmend sortiert in individualisierten Filterblasen, die einen gefährlichen Nährboden für strategische Machtkommunikation und Propaganda darstellen. Angesichts der digitalen Revolution sollten wir als Gesellschaft und jede/r einzelne von uns täglich die objektive und kritische Perspektive einer Wissenschaftlerin oder eines Wissenschaftlers einnehmen, um den Überblick in unserer hochkomplexen Medienlandschaft nicht zu verlieren und (Pseudo-)Argumente jeglicher Art auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen. Vielleicht bedarf es einer neuen Ära der Aufklärung im Sinne eines digitalen „Sapere Aude!“. Dass eine zeitgemäße Wissenschaft selbst unabhängig bleiben muss – auch finanziell –, um sich nicht zum Sprachrohr von Agitatoren in den angesprochenen Machtdiskursen zu machen, sollte vor diesem Hintergrund als zwingend notwendig verstanden werden

„Siri, Alexa und Co.“ – Sprachassistenzsysteme (Master-Seminar)

Blended-Learning-Kurs

In unserer modernen Zeit interagieren wir in immer mehr Lebensbereichen mit Dialogsystemen wie Siri auf dem IPhone, Alexa im Smart-Home und WATSON, dem Dialogagenten der IBM. Durch natürlichsprachliche Interfaces sollen bestimmte Anwendungen benutzerInnen-freundlicher gestaltet werden. Die Bandbreite der Schnittstellen reicht vom Steuerungspanel eines Baufahrzeugs über den Fahrkartenautomaten der Bahn bis zu sophistizierten computer- oder telefonbasierten Konversationsagenten oder soziablen Robotern.

Leider jedoch erreichen User*innen ihr Dialogziel oft nicht. Welche sprachlichen Strategien im Umgang mit solchen Systemen verfolgt werden, welche sozialen Wirkungen von den Systemen ausgehen und welche Probleme in der Mensch-Maschine-Interaktion auftreten, soll im Seminar untersucht werden.

Kolloquium zum Studierendenkongress „Linkon 6“

Erschließungsdidaktischer Ansatz

Das Praxismodul besteht aus einem Praktikum bzw. Tutorat, Ihrem Selbststudium, über dessen Ergebnisse Sie eine MAP bei zwei gleichberechtigten PrüferInnen ablegen, sowie dem Kolloquium. Wir verstehen das Kolloquium als Schnittstelle Ihrer Arbeit aus Theorie (Selbststudium) und Praxis (Praktikum, Tutorat), daher werden drei Teilbereiche adressiert: a) Vor- und Nachbereitung von Praktika (Praxis), b) Präsentation und Diskussion der Ergebnisse des Selbststudiums (Theorie), c) Organisation des Studierendenkongresses „Linkon“ (Zusammenführung von Theorie und Praxis) im Januar 2021.

Die Studierenden sollen im Rahmen der Veranstaltung praktische Kenntnisse aus ihren Praktika (u.a. PR, Presse, Veranstaltungsmanagement) mit den Inhalten ihres jeweiligen Selbststudiums verbinden, indem sie in Eigenregie einen linguistischen Kongress organisieren. Die organisatorischen Leistungen der Studierenden bestehen im Verfassen und Gestalten aller zur Organisation eines wissenschaftlichen Kongresses relevanten Kommunikate (u. a. Einladungstexte, Werbeplakat, Programmheft, journalistische Veranstaltungsberichte für WN online, Gestaltung eines eigenen Online-Auftritts, (An-)moderation). Auf der inhaltlichen Ebene besteht die Leistung der Studierenden vor allem in tagungsrelevanten Kurzvorträgen, die Ergebnisse ihres in diesem Modul curricular verankerten Selbststudiums vorstellen. Zur besseren Vernetzung von ExpertInnen und Nachwuchs soll eine externe Linguistin/ein externer Linguist als Keynote-Speaker in diesem Rahmen zu einem hochschulöffentlichen Fachvortrag eingeladen werden. Keynote-Spekerin im WS20/21 wird Prof. Dr. Konstanze Marx (Greifswald) sein.

Syntax: Strukturanalyse (BA-Seminar)

Blended-Learning-Kurs

In der Veranstaltung werden wir uns auf der Grundlage eines deskriptiven Ansatzes vertieft mit syntaktischer Analyse beschäftigen. Dabei sollen die eigenen Analysefertigkeiten an konkreten Beispielen trainiert werden. Durch selbständige Analyseversuche wird ein systematisches Verständnis für Satzstrukturen entwickelt, das eine wichtige Grundlage darstellt für die linguistische Analyse verschiedenster Sprachdaten. Sie erwerben also neben den theoretischen Grundlagen auch das Handwerkszeug für empirische Untersuchungen mit syntaktischem Bezug im wissenschaftlichen Bereich sowie für Grammatikunterricht und Fehleranalysen in der Schule.

Veranstaltungen im Sommersemester 2020

Veranstaltungen im Wintersemester 2019 / 20

Veranstaltungen im Sommersemester 2019

Veranstaltungen im Wintersemester 2018 / 19

Veranstaltungen im Sommersemester 2018

Veranstaltungen im Wintersemester 2017 / 18

Veranstaltungen im Sommersemester 2017

Veranstaltungen im Wintersemester 2016 / 17

Veranstaltungen im Sommersemester 2016

Veranstaltungen im Wintersemester 2015 / 16

Unterrichtete Kurse an der LUH 2006 – 2015 (Zusammenfassung)